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Die Geschichte Dänemarks

Im Zentrum des Wikingerkönigs Gorm der Alte auf einem Runenstein in Jütland erschien der Name Dänemark Mitte des 9. Jahrhunderts zum ersten Mal. Gorm der alte regierte als erster Wikinger über große Teile Dänemarks und ging als Harald der Gute in die dänische Geschichte ein.

1013 bis 1035 war Dänemark in seinem Gebiet bis über die Grenze Englands und Norwegen hinausexpandiert und trieb regen Handel. Am Ende der Wikingerepoche 1066 verkleinerte sich Dänemark immens und die Könige hofften mit Unterstützung der Kirche auf eine Festigung ihrer Macht in dieser wechselhaften Zeit.

In der Valdemarschen Zeit (1157 - 1241) wurde Dänemark zwar zusammengehalten, dennoch herrschte ein ständiges Chaos; jeder tat das was er wollte und für 8 Jahre wurde das Amt des Königs abgeschafft.

Unter der Königin Margrethe erfuhr Dänemark ab 1380 eine gewaltige Ausdehnung seines Gebietes und innenpolitische Stabilität.

Ihr Nachfolger Erik VII. von Pommern machte Kopenhagen zur Hauptstadt Dänemarks. Nach der Dynastie der Christians (1448 -1648) sah es für Dänemark jedoch wieder schlechter aus: Christian IV. erhoffte sich eine Einschränkung der Macht Schwedens durch einen Eingriff in den 30 jährigen Krieg im Jahre 1625. Er scheiterte erbärmlich, wodurch Dänemark arm und in seinem Gebiet stark verkleinert wurde.

Unter Frederik III. kam es 1657 zu einem Krieg gegen Schweden, den Dänemark verlor. Nach einem Staatsstreich des dänischen Königs wurde 1665 der Absolutismus eingeführt, der durch Reformen zu einer Verbesserung der Verwaltung und der Verteidigung führen sollte. 1700 -1720 führten Dänemark, Sachsen-Polen und Russland den großen nordischen Krieg, der Schwedens Macht einschränken sollte. Das Ergebnis des Krieges war ein Gleichgewicht des politischen und militärischen Einflusses.

In den Napoleonischen Kriegen wurde Kopenhagen 1807 durch Angriffe größtenteils zerstört und ganz Dänemark verlor in den Friedensverträgen 1814 viele Gebiete; die Folgen des napoleonischen Feldzuges war eine Verarmung Dänemarks, eine hohe Arbeitslosigkeit und Lebensmittelmangel. 1830 bildete eine Ständeversammlung das erste demokratische Element in Dänemark. Diese Zeit gilt auch als "goldenes Zeitalter" der dänischen Kultur, Kunst und Literatur.

Unter Christian VII. setzte die Industrialisierung ein; 1847 fuhr in Dänemark die erste Eisenbahn. Frederik VII. schaffte 1848 den Absolutismus ab und erklärte Dänemark zu einer konstitutionellen Monarchie. 1848 - 1850 und 1864 führte König Christian IX. Dänemark in die deutsch-dänischen Kriege. Dänemark wollte Schleswig-Holstein annektieren, Preußen und andere deutsche Staaten waren nicht gewillt dieses zu akzeptieren. 1864, im Frieden Wien musste Dänemark die Gebiete abgeben.

1918 wurde das seit 1380 zu Dänemark gehörende Island eine Selbstständige Nation mit gemeinsamen König. Ein Jahr zuvor hatte Dänemark bereits Kolonien in der Karibik an die USA verkauft. Im ersten Weltkrieg blieb Dänemark neutral. 1930 verschaffte sich Dänemark, durch seine Sozialreform den Ruf als "Sozialstaat".

1933 kam es zum Streit zwischen Norwegen und Dänemark um Grönland, das letztendlich jedoch Dänemark einverleibt wurde.

Im 2. Weltkrieg wurde Dänemark, trotz eines Nichtangriffpaktes mit Deutschland, 1940 von Hitlers Truppen besetzt. Eine Wiederstandsbewegung wurde 1941 vom dänischen Rat in London organisiert. Das dänische Volk war gegen die Nazis, arbeitete jedoch, um keinen größeren Ärger zu bekommen, größtenteils mit Hitler zusammen. Hitler fand natürlich Gefallen an dem Verhalten der dänischen Bevölkerung. Dies änderte sich jedoch schlagartig mit der "Telegrammkrise" 1942: Hitler schickte dem dänischen König ein Glückwunschtelegramm, das dieser mit einem einfachen "Dankeschön" erwiderte. Hitler soll sich über dieses Verhalten schwarz geärgert haben. 1943 verstärkte sich die dänische Wiederstandbewegung nach einer neuen Reichstagswahl, in der die Nazis nur 3% erreichten. Die Nazis wurden nicht mehr von den Dänen unterstützt. Es kam sogar zu Streiks und tatkräftigen Wiederstande gegen das NS-Regime. Viele aus den deutschen Ostgebieten vertriebenen Flüchtlinge fanden zu Ende des 2. Weltkrieges Unterbringung in Dänemark. Erst 1949 verließen die letzten Flüchtlinge das Land.

1945 wurde Dänemark nach Kriegsende Gründungsmitglied der UNO und 1973 trat Dänemark der EWG bei. 1992 stimmte Dänemark, obwohl es Teil der EG und später der EU geworden ist, gegen die Maastrichter Verträge.

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